Einmal im Jahr heißt es für die Zukunftsmacher: Bilanz ziehen. Beim Fortschrittsdialog mit unserer „Regierung“, der Programmstelle VDI/VDE-IT, geht es darum, was in den letzten zwölf Monaten passiert ist, welche Vorhaben umgesetzt wurden und wie sich das Ausbildungscluster entwickelt hat.
Zum diesjährigen Austausch trafen wir uns mit Annika Fünfhaus und Fabienne A. Baumann von der VDI/VDE-IT im Go Be. Von unserer Seite war die komplette Mannschaft dabei: die Clusteragenten Annett Miethe und Mike Altmann (Lausitz Matrix), Paula Raschka und Peter Albrecht (Gebifo) für das Thema Ausbildungsqualität sowie Christoph Scholze v(Tragwerk), unser Spezialist für den Innovationstransfer.
Von 21 auf 30 Unternehmen
Eine Zahl zeigt die Entwicklung besonders deutlich: Beim Fortschrittsdialog im vergangenen Jahr gehörten 21 Unternehmen zum Ausbildungscluster. Inzwischen sind es 30. Damit haben wir unser ursprünglich gesetztes Ziel für die Größe des Clusters erreicht.
Ganz abgeschlossen ist das Wachstum trotzdem nicht. Bis zum Jahresende bleiben wir offen für weitere Unternehmen, wenn sie mit ihren Ausbildungsberufen, Erfahrungen oder Themen das bestehende Cluster sinnvoll ergänzen.
Mindestens genauso wichtig wie die Zahl der Unternehmen ist, was innerhalb des gewachsenen Netzwerks passiert. Aus konkreten Bedarfen sind in den vergangenen Monaten neue Angebote und Lösungen entstanden. Bei CAPRON wurde beispielsweise ein Führungskräftetraining zur Entwicklung von Stärken bei Auszubildenden umgebaut. Aus den ersten KI-Angeboten haben sich offene Workshops, Inhouse-Formate und „Kochen & KI“ entwickelt. Gemeinsam mit dem CFLab und Baubetrieben wird an einer virtuellen Baustelle und der Azubi-Arena gearbeitet. Aus mehreren Berufsorientierungswerkstätten ist der BO-Check entstanden.
Mehr gemeinsame Sichtbarkeit
Auch im Ausbildungsmarketing hat sich einiges getan. Recruitingfilme, Reels und der Zukunftsmacher-Podcast erzählen die Geschichten unterschiedlicher Ausbildungsbetriebe. Allein auf Instagram kamen von Juli 2025 bis Juni 2026 mehr als 1,1 Millionen Aufrufe zusammen. Mit Next Generation ist zudem ein neues Vorhaben auf den Weg gebracht worden, bei dem Stellenangebote von jobs-oberlausitz.de für junge Menschen neu aufbereitet werden, mit Hilfe von KI-Tools.
Aus der Unterstützung einzelner Unternehmen entstehen gemeinsame Lösungen für das Ausbildungscluster. Genau dieser Transfer war auch ein wichtiges Thema im Fortschrittsdialog. Viele Ideen beginnen mit einer konkreten Herausforderung in einem Unternehmen. Dort können wir Lösungen entwickeln und ausprobieren. Was funktioniert, soll anschließend auch anderen Unternehmen im Cluster zugutekommen.
Der nächste Schritt: Transfer und Verstetigung
Nach dem starken Wachstum verschiebt sich der Schwerpunkt nun zunehmend. Erfolgreiche Ansätze sollen noch stärker im gesamten Cluster genutzt werden. Gleichzeitig geht es darum, Strukturen und Angebote so weiterzuentwickeln, dass sie auch über die Projektlaufzeit hinaus Bestand haben.
Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle an VDI/VDE-IT für die exzellente Begleitung unseres Projekts. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit auf Augenhöhe erleben wir als beispielhaft. Der Fortschrittsdialog ist dabei keine reine Kontrolle von Zahlen und Meilensteinen, sondern ein offener fachlicher Austausch darüber, was funktioniert, wo nachgesteuert werden sollte und wie sich das Projekt weiterentwickeln kann.

