Wer durch das Siemens-Energy-Trainingscenter in Görlitz geht, spürt Zukunftsenergie. Offene Räume, flexible Möbel, moderne Technik und ein Team, das sichtbar Freude an seiner Arbeit hat. Janek Tiefel, Education Manager Operation: „Bei uns hat sich in den letzten zwei Jahren einiges verändert.“ Das Ausbildungskonzept #Seed (Siemens Energy Education and Experience Design) stärkt die Eigenverantwortung der Auszubildenden, bietet mehr praktische Herausforderungen und verbessert die digitalen und nachhaltigen Fähigkeiten. Siemens Energy geht mit gutem Beispiel voran beim vielbeschworenen Wandel.
Aktuell lernen im Trainingscenter rund 90 Auszubildende und dual Studierende von drei Siemens-Energy-Werken. Aus Görlitz kommen die Turbinen-Azubis, aus Dresden die Junioren der Transformatorenfertigung und aus Erfurt die angehenden Generatoren-Profis. Für das Görlitzer Werk stehen vor allem die Berufe Industriemechaniker und Zerspanungsmechaniker im Mittelpunkt. Das Trainingscenter ist bestens gefüllt. Weil die Zahlen weiter steigen, flüstert der Flurfunk über eine Erweiterung des Trainingscenters im nächsten Jahr.
„Wir suchen junge Leute, die einen Traum haben.“
Es gibt bei Siemens Energy seit 2023 einen Paradigmenwechsel in der Ausbildung, erzählt uns Janek Tiefel: „Wir stellen bei uns keine Jugendlichen wegen ihres Berufswunsches ein, sondern suchen junge Leute, die einen Traum haben. Was wollen sie in ihrem Leben verwirklichen? Wie wollen sie die Welt ein Stück besser machen? Wir geben ihnen die Werkzeuge dazu.“
Janek wurde dafür zum Dreamteamcoach ausgebildet. Der Begriff wirkt ungewöhnlich in einem Produktionsbetrieb. Beschreibt aber genau das, was hier passiert: Die Ausbildung orientiert sich an der jungen Generation und an dem, was sie antreibt.
Die Lernumgebung ist darauf ausgelegt. Tische und Werkbänke stehen nicht starr, sondern werden von den Auszubildenden so gruppiert, wie sie es benötigen. Gruppenarbeit, klassische Schulung oder konzentrierte Einzelarbeit sind so jederzeit möglich. Jede und jeder bekommt ein Tablet. Lernort und Lernzeit sind flexibel. Unterricht im Trainingscenter oder am Berzdorfer See? Früher Start oder ausschlafen und länger machen?
Alles ist möglich. Ohne dass klassische Tugenden wie Pünktlichkeit, Verlässlichkeit und Ordnung vernachlässigt werden. Janek sagt dazu: „Die Gen Z ist keine Du-musst-Generation.“ Seine Aufgabe ist es, ihnen eine Form des Lernens zu bieten, die motiviert und gleichzeitig Halt gibt.

Blick in das moderne Maschinenzentrum.
Bewerben ohne Druck
Das Bewerbungsverfahren passt zum #Seed-Konzept. Kein klassisches Anschreiben. Kein komplizierter, ewig langer Weg. Wer zu Siemens Energy möchte, füllt einen Online-Fragebogen aus. Lebenslauf und Zeugnis kommen erst am Ende dazu. Die Noten „stehen aber nicht im Mittelpunkt“, erklärt Rekruterin Sophia, die sich aus Berlin zuschaltet. Es ist also ein Märchen, dass man bei Siemens Energy ohne Top Noten keine Chance hat.
Der Prozess ist schnell. Spätestens eine Woche nach der Bewerbung klingelt das Telefon. Surprise-Call. Janek rät: „Rangehen, auch wenn man die Nummer nicht kennt.“ Kurz darauf kann es schon zum Vorstellungsgespräch kommen. Wenn alles passt, liegt der Ausbildungsvertrag oft innerhalb eines Monats vor.
Bis zum ersten Ausbildungstag bleibt Siemens Energy mit den künftigen Azubis in Kontakt. Weihnachtspost, ein Grillnachmittag oder eine Werksführung mit Eltern überbrücken die Zeit bis zum Start.

Im Video erklärt Janek Tiefel den Bewerbungsprozess.
Zwei Wochen Teamgeist zum Auftakt
Die Ausbildung beginnt mit zwei Wochen Teambuilding. Die neuen Auszubildenden lernen sich kennen und entwickeln gemeinsam einen Traum. Janek betreut seit August ein Team dual Studierender. „Mein Team hat den Traum, nach CERN zu fahren zum Teilchenbeschleuniger.“ Daran wird nun gearbeitet und der Dreamteamcoach unterstützt dabei.
Moderne Ausstattung, echte Projekte
Das Trainingscenter zeigt, wie vielfältig Ausbildung sein kann. Die Azubis konstruieren in modernen Schulungsräumen, üben im Maschinenzentrum den Umgang mit CNC-Geräten und trainieren gleichzeitig Grundlagen wie Sägen und Feilen.
Als international aufgestellter Konzern bietet Siemens Energy den jungen Leuten attraktive Rahmenbedingungen. Tarifliche Vergütung, 30 Tage Urlaub, Vorzugsaktien, eine subventionierte Mittagsversorgung, Mietzuschüsse für Azubis von außerhalb und ein iPad gehören dazu.
Entscheidend ist aber, dass eigene Ideen der Auszubildenden ausdrücklich erwünscht sind. Im vergangenen Jahr entstand eine Autorennbahn mit SPS-Steuerung. Das aktuelle Projekt ist offiziell noch geheim. Für die Zukunftsmacher gab es einen kleinen Blick hinter den Vorhang. Die Lausitz darf sich im Jahr 2026 auf einen echten Knaller freuen. Und wir Zukunftsmacher freuen uns schon jetzt, dass wir mit Siemens Energy einen starken Partner im Cluster haben.

Die besten Arbeiten von Azubis und Studierenden kommen in die Vitrine.

