Rund 50 Teilnehmende aus drei Ausbildungsclustern kamen am 4. November 2026 im ENERGY bei Siemens Energy in Görlitz zusammen. Auf dem Programm standen Einblicke in die Clusterarbeit, Erfahrungen aus den Unternehmen und die Frage, wie es mit den Projekten nach dem Ende der Förderung weitergeht.

Zu den Gästen gehörten Vertreter unserer Clusterunternehmen, des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, unseres Projektträgers VDI/VDE-IT sowie weitere Interessierte. Neben uns Zukunftsmachern stellten auch die befreundeten Ausbildungscluster Tab_Mint aus Halle (Saale) und Lausitz Cares aus Bischofswerda ihre Arbeit vor und berichteten über Erfahrungen und weitere Planungen.

Von zwei Millionen Aufrufen bis zur Ausbildungsqualität

Wir Zukunftsmacher stellten unsere Arbeit in einem Talkformat vor. Dabei ging es um Ausbildungsmarketing, Ausbildungsqualität und Innovationstransfer.

Inzwischen gehören 33 Unternehmen zu unserem Cluster. Gemeinsam arbeiten wir daran, Ausbildung in der Lausitz attraktiver zu gestalten. Welche Reichweite sich dabei erzielen lässt, zeigen die mehr als zwei Millionen Aufrufe unserer Instagrambeiträge im Jahr 2026.

Doch die Aufmerksamkeit junger Menschen zu gewinnen, ist nur der Anfang. Ebenso wichtig ist, was sie während ihrer Ausbildung im Unternehmen erleben. Deshalb berichteten wir auch über die Unterstützung von Ausbildern und Azubis. Beispiele waren der Azubitag bei CAPRON und die Champions Tour, bei der Auszubildende in ihrer persönlichen Entwicklung gestärkt werden.

Auch Künstliche Intelligenz spielte eine Rolle. Wir zeigten, wie KI bereits für das Ausbildungsmarketing genutzt wird und welche Anwendungen künftig Ausbilder bei ihrer Arbeit unterstützen könnten.

Baggerfahren ohne Blechschaden

Dicht umlagert war die virtuelle Baggersteuerung der OSTEG aus Zittau. Die Idee entstand bei einem Innovationsworkshop unseres Clusters. Anschließend entwickelte das CF Lab aus Görlitz gemeinsam mit Praxispartnern aus der Baubranche die Anwendung, mit der sich unter anderem Sicherheitsunterweisungen simulieren lassen.

Wer bei der Steuerung einen Fehler macht, muss keinen Schaden bezahlen. Hier heißt es höchstens virtuell: Game over!

Ein weiterer Programmpunkt führte die Teilnehmenden durch das Ausbildungszentrum von Siemens Energy. Dort wird es inzwischen eng. Das Zentrum platzt aus allen Nähten und bekommt deshalb einen Anbau.

 

Unternehmen bewerten die Clusterarbeit

Ein wichtiger Bestandteil des Vernetzungstreffens war die Beteiligung unserer Mitgliedsunternehmen. Sie konnten die bisherige Arbeit des Clusters bewerten, Wünsche für die weitere Zusammenarbeit formulieren und geplante Maßnahmen nach ihrer Bedeutung gewichten.

Die Rückmeldungen fielen sehr positiv aus. Gleichzeitig gab es Anregungen, welche Angebote wir in den kommenden Monaten stärker in den Blick nehmen sollten.

Vielen Dank an die beteiligten Unternehmen für ihre Einschätzungen und die guten Ideen! Die Ergebnisse helfen uns, bei der weiteren Arbeit die richtigen Schwerpunkte zu setzen.

Und was kommt nach 2027?

Am Tag nach dem Vernetzungstreffen ging die gemeinsame Arbeit weiter. Die drei Ausbildungscluster trafen sich mit unserem Projektträger VDI/VDE-IT im Go Be in Görlitz zu einem Workshop über die Zukunft der Cluster.

Denn Ende 2027 läuft die aktuelle Förderung aus. Bis dahin stellt sich die Frage, wie die aufgebauten Netzwerke und Angebote erhalten bleiben können. Ziel ist es, Modelle zu entwickeln, mit denen die Cluster künftig wirtschaftlich auf eigenen Füßen stehen können.

Die kommenden Monate werden deshalb nicht nur von der Arbeit mit unseren Mitgliedsunternehmen geprägt sein. Wir müssen uns auch damit beschäftigen, wie aus den geförderten Projekten langfristig tragfähige Strukturen werden.