Netzwerktreffen im Ausbildungscluster Zukunftsmacher am 5. März 2026 im Go Be in der Görlitzer Altstadt. Der Fokus lag diesmal auf dem Thema „Social Media für Ausbildungsbetriebe“. Neben den inhaltlichen Impulsen kam auch der persönliche Austausch nicht zu kurz.

Für das Catering sorgte der neue Görlitzer Gastronomieanbieter Innuendo.

Zum Einstieg ging es um aktuelle Entwicklungen im Ausbildungsmarketing: Welche Inhalte nehmen Jugendliche wahr? Welche Rolle spielen Plattformen wie Instagram, TikTok oder YouTube? Und warum ist Regelmäßigkeit oft wichtiger als Perfektion? Und wie kann man  LinkedIn nutzen, um sein Arbeitgeberimage zu pflegen?

Schnell wurde deutlich: Social Media ist ein zentraler Bestandteil des Alltags junger Menschen und damit auch ein wichtiger Ort für Berufsorientierung. Entscheidend ist eine klare Strategie, die sich an der Zielgruppe orientiert.

Praxis-Einblicke: Wie funktioniert Social Media im Unternehmen?

Im Praxis-Input gab Tobias Jordan von der OSTEG Einblicke in die Social-Media-Arbeit des Zittauer Bau-Unternehmens. Das regelmäßige Bespielen der Social-Media-Kanäle trägt mit dazu bei, dass Bewerberzahlen steigen und die OSTEG in den letzten Jahren stetig steigende Azubizahlen verbuchen kann.

In den anschließenden Diskussionen wurde deutlich, wie unterschiedlich die Herangehensweisen in den Unternehmen sind. Vieles ist abhängig von Ressourcen, internen Strukturen und Erfahrung,  aber auch vom Miteinander und der nötigen Rückendeckung „von oben“.

Der offene Austausch zeigte: Was funktioniert gut? Wo stößt man an Grenzen? Und welche Lösungen lassen sich auch mit begrenzten Mitteln umsetzen?

Die größte Baustelle: Kommunikation im Unternehmen

Die größte Herausforderung ist nicht die Technik – sondern die interne Kommunikation.
Unterschiedliche Generationen, fehlendes Verständnis für Social Media als Arbeitsaufgabe und Zielgruppenkonflikte führen zu Spannungen. Inhalte auf Instagram oder TikTok richten sich an Jugendliche, nicht an das eigene Kollegium. Das erfordert Verständnis, Vertrauen und klare Abstimmungen.

Um mögliche alle Kolleginnen und Kollegen mitzunehmen, eignen sich Mitarbeiterversammlungen und Team-Events.

Gemeinsam Lösungen entwickeln

In der Gruppenarbeit wurden Themen wie Akzeptanz, Ressourcen, betriebliche „Influencer“, Themenplanung und Regelmäßigkeit vertieft. Ergebnis: Kleine, konsequente Schritte sind oft wirkungsvoller als große, seltene Kampagnen.

Einblicke aus regionalen Unternehmen wie Werder Bedachungen, stellvertretend präsentiert von unserer Marketingfachfrau Ina Kerkhoff zeigten: Es gibt nicht den einen richtigen Weg aber viele gemeinsame Herausforderungen. Der Austausch im Netzwerk hilft, voneinander zu lernen und schneller voranzukommen.

Social Media ist ein zentraler Bestandteil der Berufsorientierung. Der entscheidende Erfolgsfaktor liegt in Kommunikation, Verständnis und Zusammenarbeit im Unternehmen.

Fotos: Paul Glaser